Großartigkeiten, Kleinigkeiten & der heimliche Rest
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Dienstag, 16. April 2013
Buchwerbung - gähn!
Gerade bin ich durch Zufall auf ein Video der Maler- und Stuckateurbetriebe gekommen, das nicht nur eingängig und nett gemacht sondern, wie mir erklärt wurde, auch ein großes "The Shining"-Zitat ist (ich hätte gerade noch den Jungen auf dem Kettcar im Gang zuordnen können). Ich vermute fast, dass das auf ähnlichem Mist gewachsen ist wie die generell sehr gute Werbung für das Handwerk.




Nun hat auch der Börsenverein sich gedacht, er macht mal so eine Imagekampagne - für das Buch natürlich. Bei den Buchtagen in Berlin 2012 durfte ich einer interessanten Diskussion beiwohnen, bei der es schon darum ging. Zu diesem Zeitpunkt war nur klar, dass die Agentur "Zum Goldenen Hirschen" die Kampagne entwerfen wird. Heiß umstritten war sie schon damals - drei Millionen Euro sind in der Buchbranche gerade für die kleinen Buchhändler eben extrem viel Geld - aber es wurde intern schon Werbung gemacht: Man werde großes Aufsehen erregen! Es solle Aktionen in Fußgängerzonen geben! Zwei Ideen hatte man vor Augen, mit denen man gleichziehen wollte: Die Handwerk-Kampagne und das "Raubkopierer sind Verbrecher"-Video, in dem Kinder mit ihrer Mutter dem Vater im Knast ein Ständchen singen. Vor den Gefängnismauern, aber das brauche ich vermutlich nicht zu erwähnen, weil ihr diesen Spot alle kennt.



Aber kennt schon jemand die neue Buchwerbung? Und vor allem: hat sie jemand als neu erkannt? Denn in meinen Augen wirkt das "Vorsicht Buch!"-Zeichen wie aus dem letzten Jahrzehnt und die Idee, verschiedenen Menschen Sprüche zuzuschreiben wie "Ich habe heimlich gezaubert auf 86 Seiten" (ein kleines Mädchen); erinnert mich ein wenig zu sehr an die "GIB AIDS KEINE CHANCE"-Plakate, die vor einiger Zeit in den Städten hingen.
Da mögen drumherum noch so viele Aktionen stattfinden und geplant sein, was zuerst in Auge sticht ist doch oft ein Plakat und das der Buchkampagne enttäuscht mich.







Einen meiner Meinung nach guten und ausgewogenen Artikel gab es in der ZEIT, ich dagegen darf ganz subjektiv sagen: Schade, dass nichts Aufsehenerregenderes herauskam!

(Bilder zur Buchkampagne von dnv
Bilder zur GIB AIDS KEINE CHANCE hier und hier)

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Sonntag, 19. Februar 2012
Hofflohmärkte in München 2012
Nach Schnee & Kälte bringt mich das Tauwetter geradezu in frühlingshafte Stimmung…da denke ich an laue Nachmittage im Café und natürlich die Münchner Hofflohmärkte!



Durch Stadtviertel schlendern, paradiesisch bepflanzte Hinterhöfe entdecken, in schöne Hauseingänge sehen, zwischendurch ein Stück Kuchen vom Wegesrand oder eine Wurst vom Grill…Wer sich mit mir auf neue Entdeckungen in Münchens Hinterhöfen und Vorgärten freuen will, hier die voraussichtlichen Termine für 2012:

Die Viertelvorstadt veranstaltet folgende Hofflohmärkte, jeweils von 10 – 17 Uhr:
5. Mai 2012: Haidhausen & Bogenhausen (ich war 2011 in Haidhausen unterwegs, bis auf meinen Dirndlfund – hier zu bewundern – war es dort aber eher uninteressant; es gibt wenig schöne „alte“ Dinge. Wer Kinderspielzeug und –klamotten sucht, dürfte aber fündig werden)
19. Mai 2012: Neuhausen & Nymphenburg (zu empfehlen! Hübsches Viertel, nicht zu überlaufen, dazwischen nette Cafés…)
7. Juli 2012: Hadern & Westpark
21. Juli 2012: Schlachthofviertel
28. Juli 2012: Westend
15. September 2012: Sendling

Außerdem gibt es in den folgenden Vierteln ebenfalls einen Hofflohmarkttag:
12. Mai 2012: Schwabing (ja, da sind viele Hipster unterwegs, es ist kein ganz so entspanntes Schlendern; aber man findet wirklich Schätze, von alten Yves Saint Laurent-Kostümen bis zu Bleilettern aus einem Druckereikeller!)
26. Mai 2012: Maxvorstadt
16. Juni 2012: Thalkirchen
23. Juni 2012: Lehel
30. Juni 2012: Glockenbach
14. Juli 2012: Au/Untergiesing

Da wären dann ja alle Wochenenden im Mai, Juni und Juli ausgebucht! Ich freu’ mich sehr drauf!

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Samstag, 3. Dezember 2011
Eine Schönheit, eine Perversität.
An diesem lauwarmen Dezembersamstag ein Hoch auf Väter, die aus einem guten Stück Eichenpfahl einen Advents“kranz“ für ihre Töchter machen.
Ob dessen Verwendung auf den Advent beschränkt bleiben wird, muss ich mir noch gut überlegen.




Was allerdings auf eine andere Zeit, nämlich Ostern, beschränkt bleiben sollte, sind bunt gefärbte Eier. Symbolisch mögen sie auch zu Weihnachten passen, eine Perversität sind diese goldroten Dinger trotzdem.
Zum nächsten Osterfest dann Zimtsternei und Co?

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Sonntag, 6. November 2011
Neue große Liebe
Das ist ein dringender unnötiger Post zu meiner neuen großen Liebe. Liebe braucht nicht viele Worte, aber ein Foto:



[nein, es geht nicht um das Parkett. Dessen Knarzen genieße ich schon seit längerem]

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Sonntag, 23. Oktober 2011
Sinnlose Bücher.
Ich habe eine Schwäche für Bücher, die man nicht braucht. Gepixelte Stars, ein indisches Kochbuch auf Niederländisch, ein Gartenbaubuch auf Französisch (ich habe keinen Garten!), ein Bilderbuch mit Stickerbogen: Unnötiger Ballast beim nächsten Umzug.

Aber nein! Denn die Bücher, die man am wenigsten „braucht“, die man sich meist auch nicht selbst kaufen würde, sind oft die größten Inspirationsquellen.
So auch „Coole Stofftaschen“ von Knesebeck, abgesehen vom schaurigen Titel („coole“? Lieber Verlag, braucht ihr eine junge Produktmanagerin mit entsprechend jugendlichem Vokabular? Mach ich gerne!) ein äußerst inspirierendes Buch über, na klar: Stofftaschen und ihre Designer.



So inspirierend, dass ich ein Motiv gleich auf eine kleine Malpappe bannen musste, eine Blanko-Stofftasche war leider nicht zur Hand. Ist so ein „Oui Oui“ nicht hübsch? Und vor allem: viel hübscher als „Ja ja“, gelegentlich gedeutet als „Leck mich am A****“? Ab jetzt kann keiner mehr sicher sein, dass ein gesäuseltes „Oui Oui“ wirklich nett gemeint ist. Danke dafür an Hannah Chipkin von der nicht nur "Oui oui" sondern auch das zweite Motiv "Foreign accents look happy" ist.

Auf noch mehr Stofftaschen. Und Malpappen. Und Geburtstage, an denen ich so unterhaltsame Bücher geschenkt bekomme (Herzlichen Dank)!

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Donnerstag, 15. September 2011
Look, look, gorgeous jewellery!
Ich habe erfolgreich meine Glückssträhne gekämmt und mal wieder was gewonnen: ein fantastisches Holzherz mit hübschem Muster von Love Cat Creations!



Nicht nur, weil der Name so katzig ist, sondern vor allem weil ihr Schmuck so hübsch ist empfehle ich euch, die folksy-Seite von Love Cat Creations zu besuchen! Damit habt ihr dann vermutlich schon die Weihnachtsgeschenke für mindestens die Hälfte eurer Freundinnen gefunden...

A million thanks to Shimelle and Love Cat Creations

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Freitag, 9. September 2011
Lesen! Bukafski in Mainz.
Vor lauter Post-Prüfungs-Freiheit habe ich glatt vergessen, das neue Buchhandlungsjuwel in Mainz zu erwähnen! Wer in der Nähe ist möge bitte in die Kurfürstenstraße zu Bukafski spazieren!



Dort gibt es neben sympathischen Flohmarktmöbeln und toller Tapete ein allgemeines Sortiment zum Durchstöbern und Kaffee und Kuchen für zwischendurch. Neben allem, was das Leserherz gewöhnlich begehrt (vom Bestseller über den Reiseführer bis zum Kinderbuch – Gregs Tagebuch zum Beispiel sympathischerweise auch in Originalsprache!) findet man eine gute Grundausstattung an Graphic Novels und inhaltlich & haptisch besondere Leckerbissen der Beatliteratur.

Da vernachlässige ich gerne mal meine Connections zu Piper und meinen Buchhändlerrabatt und unterstütze diese hübsche, unabhängige Buchhandlung – mit einem Kauf von Charlotte Roches Schoßgebeten. Was ich davon halte ist eine andere Geschichte – die ich sowieso erst nach meinem Urlaub erzählen kann.

Bis dahin: Lest mehr Bücher!
[sagte die Dame, deren Magazin-Stapel bald unerreichbare Höhen erreicht]

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Mittwoch, 1. Juni 2011
ABBONDIO: Leckere Limonaden
Ich habe mich lange vor „Szenegetränken“ in zu hübschen Flaschen – von afri cola mal abgesehen – gescheut: Macht man einen hübsche Verpackung, damit nicht auffällt, dass der Wein/die Limo eigentlich unspektakulär ist? Damit keiner merkt, dass das Wasser in der Designflasche auch nur Wasser ist?
Aber andererseits: besitzen Menschen mit Design-Geschmack vielleicht auch sonst guten Geschmack?

Um das herauszufinden, habe ich auf den üblichen Cappuccino verzichtet und eine Pfefferminzlimonade aus der Vintage Edition von Abbondio bestellt – die in einer hübschen Flasche daherkam, von der mich eine leichtbekleidete Dame ansah. (Gefällt mir, auch wenn man sich sowohl über das Frauenbild auf den Flaschen, siehe unten, als auch über die Schönheit der Frauen streiten kann). Giftig-grün floss die Limo ins Glas, vorsichtig probierte ich – und es was SO lecker! Erfrischend, nicht zu süß, und eine Erinnerung an Pfefferminzwassereis aus den Italienurlauben meiner Kindheit. Wenn euch diese undurchsichtigen Fläschchen also mal über den Weg laufen – z.B. im Café Cocoa im Münchner Westend – keine Scheu zeigen. Ich habe bis jetzt nur Menta probiert…es gibt aber noch fünf weitere Sorten vom traditionellen Lemon Soda bis Pompelmo & Fragola.




(Dieses Bild: Copyright bei Abbondio)

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Sonntag, 8. Mai 2011
Hofflohmärkte 2011 in München
Nachdem ich dieses Jahr leider den großen Frühlingsfest-Flohmarkt auf der Theresienwiese verpasst hatte, habe ich mir „zum Ausgleich“ alle Hinterhofflohmärkte in München in den Kalender geschrieben, gestern einen besucht: In ganz Haidhausen zeigten Luftballons an den Hauseingängen, in welchen Hinterhöfen es hübsche Dinge zu finden gab und ich habe dort wesentlich entspannter in Flohmarktware gekramt als auf der Theresienwiese.

Auch wenn die Auswahl diesmal sehr auf Kinderklamotten und –spielzeug beschränkt war: eine großartige Sache. Allein wegen der schönen Hauseingänge lohnt es sich, sich auf eine Hinterhofflohmarkt-Tour zu begeben. Besonders die gepflegten und gemütlichen Hinterhöfe, die man sonst nie zu sehen bekommt, waren eine Schau. So viele Wohnungen in die man sofort einziehen würde. Drumherum entspannt schlendernde Menschen und Kinder, die ihre selbstgebackenen Muffins verkaufen – besser kann man einen sonnigen Samstag fast nicht verbringen und München Stadtviertel für Stadtviertel entdecken.

Deshalb hier als kleiner Tipp: die Hinterhofflohmarkt-Saison ist noch nicht zu Ende, praktische Straßenpläne der einzelnen Viertel gibt’s hier und folgende Termine – die Flohmärkte dauern in der Regel von 10.00 bis 16.00 – stehen noch auf dem Plan:

Sa., 14. Mai 2011, Neuhausen
Sa., 21. Mai 2011, Schwabing
Sa., 28. Mai 2011, Glockenbach
Sa., 28 Mai 2011, Maxvorstadt
Sa., 4. Juni 2011, Lehel
Sa., 2. Juli 2011, Au/Untergiesing
Sa., 9. Juli 2011, Gartenflohmärkte Hadern/Westpark West
Sa., 16. Juli 2011, Schlachthofviertel
Sa., 10. September 2011, Sendling

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Mittwoch, 1. September 2010
Kurze Gedanken zum Thema...
Mode(blogs)

Ich stand heute lange genug am Bahnhof, um Menschen zu beobachten. Ich war heute in der Münchner Innenstadt unterwegs. Ich habe nach längerer Zeit mal wieder auf copenhagenstreetstyle.dk ein bisschen Menschen & Klamotten angeschaut.
Folgende Fragen tauchten auf:

1. Kann es Ziel von Mode/Menschen sein, dass man von hinten nicht mehr sieht, ob die Trägerin (meist handelt es sich ja um Frauen) 18 oder 80 ist beziehungsweise man erschrickt, weil das so junge Gesicht nicht zur unförmigen, beigen Klamotte passt?

2. Muss man weiße Socken in Sandalen, nur weil sie wie andere "Fashion-Items" lange das Zeichen von Nerds & deuschen Klischeetouristen waren, zum Trend erklären, weil ja alles nerdige plötzlich „gut“ ist?

3. Blogger ist jetzt also ein Beruf – und wenn sie groß sind möchten sie alle mal Prinz(essin)werden?

4. Wer zwingt diese Menschen Trends mitzumachen, die sie so unvorteilhaft wirken lassen wie einen Preußen in Lederhosen?

5. Und wie viele Mädels halten sich eigentlich heimlich für „Germanys Next Topmodel“?

6. Ist Hässlich das neue Schön?

7. Und tatsächlich jedes gepflasterte Stück Erde ein Laufsteg?

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Letzte Aktualisierung: 2013.06.04, 12:48
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