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Montag, 7. Juni 2010
Einmal Norden und nicht zurück bitte
laurelie, 01:15h
Tun: Husum, Friedrichstadt, Westerhever, Friesentorte, Krabben, Räucherfisch, Fahrrad, warm einpacken
Lassen: Büsum, St. Peter Ording (mit Ausnahme des Deichkind, da ist es schön), Räucherexperimente (Pangasius), Eitelkeit ![]() im Tofinu in Husum Kaffee trinken ![]() um den roten Haubarg herumspazieren ![]() zum Westerhever Leuchtturm laufen ![]() dort den Möwen zuschauen ![]() und den Schafen! ![]() ![]() ...Weite genießen... ![]() ![]() eine Runde mit dem Boot drehen (und nicht mit der Jugend mithalten können, die im Motorboot mit HipHop aus dicken Boxen durch die Grachten cruist) ![]() und am Abend ins jahrhundertealte Heim zurückkehren ![]() ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 22. Mai 2010
Musik ist (nicht) scheisse
laurelie, 10:13h
Musik ist scheisse.
So steht es zumindest an diesem Abend im Ampere in München auf Gisbert zu Knyphausens Gitarre. Und vielleicht stimmt es sogar ein bisschen, wenn man sich wie der arme Gisbert mit einer Erkältung und zugedröhnt mit „Ingwer, Honig und Aspirin Complex“ auf die Bühne stellen und ein Publikum auftauen muss. Bevor Gisbert zu Knyphausen allerdings die Bühne betritt, spielt seine Vor“Band“ Moritz Krämer (tatsächlich plus Band) ein paar wirklich nette Songs über die Mitbewohnerin seines Freundes und einen lebensmüden Spatz. Nett, weil: bis auf das textlich wirklich einmalige „Spatz“ muss ich seine Lieder noch einige Male hören, um mit ihnen warm zu werden… ![]() Nun aber zum Hauptact, der sehr früh die Bühne betrat und sich erstmal für seine Erkältung entschuldigte, von der aber glücklicherweise gar nicht viel zu hören war. Mit einer guten Mischung aus Alt und Neu, vor allem aber mit einer unglaublich präzisen und musikalischen Band und dem vielleicht besten Schlagzeuger der Welt, brachte er das Publikum dazu, sanft zu wippen. Allerdings fand ich schon da: da geht doch mehr! Die Lieder hatten (trotz Erkältung) so viel Kraft und ja: Rock!, dass ich mal wieder nicht stillhalten konnte. Und plötzlich, bei einer einzigen Zeile in einem eigentlich ruhigen Lied, der Knick: „Wir trinken immer viel zu viel, doch wir sehn gut dabei aus, ja wir tun das mit Stil“ (aus „So seltsam durch die Nacht“) wird beim ersten Mal von einigen mitgegrölt, beim zweiten Mal von allen, jetzt bewegen sich nicht nur Köpfe sondern Körper, Gisbert und der Schlagzeuger schauen sich nur verblüfft und kopfschüttelnd an: hier ist etwas geplatzt, Schmerz und Lust aus Gisberts Liedern sind tief im Publikum angekommen und werden zu Energie, die Stimmung ist plötzlich wilder, freier, besser. Dazu tatsächlich: Rockgitarren und das, was ich bei Tocotronic immer „das Geschwurbel“ nenne. Auch hier aber noch so präzise und differenziert, nie Krach, nur… Mir fehlen die Worte. Aber es war perfekt. Danke, Gisbert, und gute Besserung! ![]() ![]() ![]() ... link (0 Kommentare) ... comment Mittwoch, 19. Mai 2010
Mein Leben mit der Anwesenheitsliste
laurelie, 00:53h
Da kommt man entspannt vom Laufen, freut sich, die Berge unerledigter Hausaufgaben (ja!) für die Uni mal erfolgreich verdrängt zu haben und muss sich schon wieder aufregen: in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung las ich einen Artikel über die Bologna-Konferenz in Berlin, auf der über die Qualität der Lehre und andere Problemzonen unserer dicken Tante Bologna gesprochen wurde. Dort kam es zum Eklat, als Studierendenvertreter den Saal verließen und nicht mehr an der Diskussion teilnahmen, weil Bundesbildungsministerin Schavan nicht auf Augenhöhe diskutiere.
Mein persönlicher Aufreger war allerdings ein davon unabhängiger Abschnitt, in dem die Autorin Heike Schmoll zuerst den scheidenden Kultusminister Sachsen-Anhalts, Jan-Hendrik Olbertz, zitierte, um dann eine vielleicht provokante, vielleicht auch einfach aggressiv-dumme, aber auf jeden Fall rhetorische Frage zu stellen: ’Es stimmt nicht, dass die Forschung intakt ist und die Lehre falsch’, sagte der Kultusminister. Anwesenheitslisten hielt Olbertz für kindisch, sprach sich aber umso entschiedener für Anwesenheitspflichten aus. Provoziert hatten diese Erörterungen die Studentenvertreter selbst, die noch einmal für eine Abschaffung der Anwesenheitspflicht plädierten. Wer hat sie eigentlich gezwungen, ein Studium aufzunehmen? Nein, Frau Schmoll, niemand hat uns gezwungen, wir gehen tatsächlich freiwillig in die Uni, obwohl unsere Wahlfreiheit in den Kursen oft kaum mehr eine ist. Dass mein Stundenplan nie so „schön“ wie der eines Magisterstudenten aussehen wird, dass ich einen Arbeitgeber brauche, der sich in meinen Stundenplan irgendwie einfügen muss, dass jede popelige Veranstaltung am Ende mit einer Klausur abgeprüft wird – daran habe ich mich schon fast gewöhnt. Dass man aber einem Studenten, der eben freiwillig zur Universität geht, weil er lernen will und sich in seiner Eigenständigkeit und seinem Denken emanzipieren, überall, und sei es in Übersichtsringvorlesungen mit 150 Teilnehmern, Anwesenheitslisten vorsetzt, das finde ich traurig. Traurig, weil man mir offensichtlich nicht vertraut, dass ich mein Studium organisiere und für mich relevantes Wissen ohne Druck von Außen mitnehme. Und weil man mich, zusätzlich zur Einschränkung durch zweifelhafte breite Nebenfächer, auch noch darin entmachtet, zu wissen, was für mich relevant ist. An der Uni scheint es nämlich jetzt nicht nur im Stundenplan und bei den Hausaufgaben so zu laufen, wie damals in der Schule: die Dozenten unterstellen den Studenten – wie früher die Lehrer den Schülern – dass sie nur das Schlechteste wollen, also: Veranstaltungen schwänzen wo es geht und möglichst wenig lernen. Aber: wieso sollte ich dann 500€ Studiengebühren pro Semester zahlen? Wieso mich überhaupt einschreiben? Und was ändert es an der Studienabbrecherquote, wenn äußerst undisziplinierte Studenten schon nach dem ersten Semester gehen, weil sie zu oft gefehlt haben, oder erst später, wie bisher? Noch dazu wären wir in den meisten Fällen wirklich dumm, würden wir die Veranstaltungen nicht besuchen, kann doch jederzeit eines der klausurrelevanten Wörter fallen, nach denen wir irrsinnigerweise spechten. Auch führt die Anwesenheitspflicht nicht zu besseren Lernerfolgen, ganz im Gegenteil: diejenigen, die tatsächlich wenig Lust haben, laufen in Gruppenstärke zu den großen Veranstaltungen auf, um sich dort in normaler Lautstärke zu unterhalten. Wären sie zum Besprechen ihrer Problemchen ins Café gegangen, hätten alle Umsitzenden auch mehr von der Vorlesung gehabt. Bevor also die angekündigten zwei Milliarden Euro für die Lehre ausgegeben werden, wäre es meiner Meinung nach angebracht, das Bild zu überdenken, das Politiker und Dozenten von uns Studenten haben. Denn ein paar mehr Dozenten pro Uni können nicht das Gefühl wettmachen, dass diejenigen, die einem einerseits gute Bildung ermöglichen, einem andererseits offensichtlich keinerlei Verantwortungsgefühl zutrauen. ... link (0 Kommentare) ... comment ... older stories
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